WeARE - Wertstoffrückgewinnung aus feinkörnigen Rest- und Abfallstoffen aus Recyclinganlagen für Elektroaltgeräte

Projektbeschreibung:

Jährlich werden etwa 250.000 Tonnen an Elektro(nik)altgeräten (EAG) (z .B. IT- und Telekommunikationsgeräte und Geräte der Unterhaltungselektronik) gesammelt. Mit der anvisierten Erhöhung der Sammelquote von 45 % auf 65 % im Jahr 2019 wird sich diese Zahl weiter erhöhen. Bei der Betrachtung der anfallenden Abfallmengen ergibt sich allein in Deutschland ein Rohstoffpotential von 60.000 t Kupfer, 21 t Silber und 4,5 t Gold.

Die anfallenden Elektro(nik)altgeräte werden im ersten Schritt einer Demontage und Grobzerkleinerung unterzogen, um weniger werthaltige Bestandteile von den Wertmetallen zu trennen. Für ein Rückgewinnen der enthaltenen Nichteisenmetalle (NE-Metalle) ist im Regelfall eine Feinzerkleinerung notwendig. Infolge der Feinzerkleinerung kommt es zu einer Entstehung von wertmetallhaltigen Stäuben. Mit den aktuell verbreiteten Verfahren der Sortierung im Schwerkraftfeld ist eine Rückgewinnung von Wertstoffen aus feinkörnigen Stäuben nur begrenzt möglich, was  einen Wertstoffverlust zur Folge hat.

In Zusammenarbeit mit der MPM Environment Intelligence GmbH soll ein Verfahren entwickelt werden, welches ohne die Freisetzung von umweltschädlichen Emissionen die Herstellung eines Konzentrats ermöglicht, das einen Großteil der NE-Metalle beinhaltet. Stäube aus dem Recycling von EAG sollen zunächst einer Konditionierung unterzogen werden, um eine stoffliche Verwertung durch gängige Verfahren im Schwerkraftfeld zu ermöglichen. Die verbleibenden Wertstoffe in den Feinstfraktionen sollen im Anschluss mittels einer Sortierung im Radialfeld aufkonzentriert werden.

 

Ansprechpartner: M. Sc. Julius Luh
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Fördernummer: 033RK095